Startschuss für neue Tourismus-Linie im Havelland

Veröffentlicht am 16.06.2021 in Allgemein

Ab Ende Juni können Ausflügler mit Havelbus auch am Wochenende zu Sehenswürdigkeiten im Westhavelland gelangen. Vier bestehende Bus-Linien werden dafür zur neuen Tourismus-Linie verknüpft, die Bahnhöfe in Nauen und Rathenow sind Schnittstellen. Am Dienstag wurde in Ribbeck für die neue Verbindung der Startschuss gegeben.

Das Dorf Ribbeck mit seinem attraktiven Dorfensemble, das Schloss Nennhausen, das Museum „Kolonistendorf  Großderschau“, Stölln mit „Lady Agnes“ sowie der Gülper See. All diese Ausflugsziele und noch viel mehr sind derzeit am Wochenende für Menschen ohne Auto nur schwer zu erreichen. Das soll sich ändern. Ab 26. Juni wird im Westhavelland eine Tourismusrundlinie eingerichtet. Dann können Ausflügler die Ziele mit dem Bus erreichen.

Am Dienstag gab es für diese Verbindung am Schloss Ribbeck den offiziellen Startschuss. „Das Ziel besteht darin, besonders schöne Orte miteinander zu verbinden. Und je mehr Menschen die Linie nutzen, um so besser ist es für uns“, sagte Landrat Roger Lewandowski (CDU). Denn der Landkreis schießt auch eine Menge Geld zu. Allein in diesem Jahr werden es 183.000 Euro sein.

Allerdings soll die Wochenend-Linie nicht nur Touristen befördern, „auch Bürger aus dem Havelland sollten sie nutzen“, sagte der Landrat. Denn viele Havelländer dürften noch nicht alle schönen Ecken des Landkreises kennen.

Aus vier mach eins

Genau genommen handelt es sich bei der neuen touristischen Verbindung aber nicht um eine einzige Linie mit einer Länge von 155 Kilometern, sondern um vier, die miteinander verknüpft werden. Konkret geht es um die Havelbus-Strecken 680, 684, 687 und 661. „Es ist ein Zusammenschnitt. Die Fahrpläne werden aufeinander abgestimmt, die Bahnhöfe dienen als Schnittstellen“, sagte Havelbus-Geschäftsführer Mathias Köhler.

Gültig sind auch auf diesen Strecken die VBB-Tickets. Köhler empfiehlt unter anderem das Brandenburg-Berlin-Ticket für 35 Euro, mit dem maximal fünf Erwachsene und bis zu drei Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren fahren können. „Ein besseres Angebot gibt es nicht.“ In begrenztem Umfang soll es auch die Möglichkeit geben, Fahrräder mitzunehmen.

Ursprünglich schon im Vorjahr geplant

Die Tourismus-Linie ist Teil des Bus-Konzeptes Weiteres Havelland. Ursprünglich sollte sie schon im vergangenen Jahr ihren Betrieb aufnehmen. „Aber erst war es schwer, Busfahrer zu finden. Dann waren die Fahrer da, doch dann kam Corona und die Nutzerzahlen gingen zurück. Da machte es keinen Sinn“, so Landrat Lewandowski.

Nun also der zweite Anlauf. Im nächsten Jahr soll es zu Ostern losgehen. Mit den Herbstferien wird die Saison enden – wie auch in diesem Jahr. Havelbus empfiehlt zudem zwei Ausflüge unter dem Motto „Zwischen Fliegerei, Schloss und Spielzeug“ sowie „Zwischen Schlössern und Gärten“. Hin geht es mit dem Bus, zurück mit dem Regionalexpress.

Amtsdirektoren erfreut

Ilka Lenke, Amtsdirektorin in Nennhausen, begrüßt das neue Angebot:„Wir sind erst einmal erfreut. Dafür, dass wir bisher am Wochenende keinen Busverkehr hatten, ist dies ein Schritt nach vorn. Jetzt muss sich aber erst einmal zeigen, wie es genutzt wird und ich möchte auch ’meine’ Bürger aufrufen, mit dem Bus zu fahren, damit die Verbindung nicht wieder abgeschafft wird.“

Amtskollege Jens Aasmann aus Rhinow ist ebenfalls froh über die Linie: „Zur Buga hatten wir gemerkt, dass es viele Nachfragen gab. Für viele Berliner war es schwierig, ohne Auto ins Havelland zu kommen.“ Einen ersten Schritt habe man mit dem Rufbus gemacht.

Es muss noch mehr passieren

Für den Nauener Bürgermeister Manuel Meger (LWN) ist die Linie ein kleiner Schritt, um die Infrastruktur im ländlichen Raum zu verbessern. „Aber es müssen auch noch weitere Taktverdichtungen in anderen Regionen erfolgen“, meinte er. So sei er schon in Absprachen wegen einer Buslinie von Fehrbellin zum Bahnhof Nauen, um auf diese Weise Bergerdamm und Hertefeld besser anzubinden.

Bezüglich der Eröffnung der Tourismus-Linie meinte Landrat Lewandowski: „Wenn von der Verkehrswende die Rede ist, kann man sagen: Wir als Landkreis leben das.“ Er hofft allerdings, dass die Havelländer dabei von Land und Bund finanziell mehr unterstützt werden.

Die Tourismus-Verbindung führt von Nauen über Ribbeck, Friesack, Stölln, Prietzen, Hohennauen, Rathenow, Nennhausen zurück nach Nauen. Weitere Informationen: www.havelbus.de/tourismus-verbindung.

 
 

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