Überraschungsgeschenke zum Tag der Pflege in Rathenow und Premnitz

Veröffentlicht am 15.05.2021 in Allgemein

Mehrere SPD-Politikerinnen haben Pflegeheimen und Pflegediensten einen Besuch abgestattet. Sie bedankten sich für den aufopferungsvollen Einsatz seit Ausbruch der Corona-Pandemie. Der Pflegeberuf habe mehr Aufmerksamkeit verdient, sagen sie.

Der Pflegeberuf hat seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie deutlich mehr Aufmerksamkeit erhalten, als vorher. In den Senioreneinrichtungen der Region waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besonders gefordert. Auch deshalb ist Katja Poschmann, Landtagsabgeordnete für das Westhavelland, der Überzeugung, dass es nicht nur einen „Tag der Pflege“ geben sollte – der war bereits in der vergangenen Woche. Jeder Tag sollte ein Tag der Pflege sein.

Zusammen mit der Bundestagskandidatin Sonja Eichwede und weiteren SPD-Protagonisten aus dem Westhavelland besuchte Katja Poschmann die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen in Rathenow, Premnitz und Milow. Im Gepäck hatten sie eine Überraschungstüte. „Wir wollen uns damit für die gute Arbeit, die hier geleistet wird, bedanken ", so Katja Poschmann. Sonja Eichwede bezeichnet die Pflegerinnen und Pfleger als „Schutzengel“. Im Premnitzer Seniorenheim der Wohn- und Pflegezentrum GmbH der Havelland Kliniken sagte sie: „Sie arbeiten jeden Tag mit vollem Einsatz für uns.“

Die Politik müsse das noch viel stärker ins Auge fassen. Dazu gehöre auch, dass der Pflegeberuf nach der Corona-Pandemie nicht wieder aus dem Blickfeld rückt. „Die Bedingungen in der Pflege müssen noch besser werden,“ so Sonja Eichwede. Im Seniorenzentrum der Volkssolidarität zeigte Katja Poschmann auf, warum sie sich in den Einrichtungen sehen lässt: „Ich möchte ins Gespräch kommen und erfahren, wo die Probleme liegen. Jemanden zu versorgen ist eine körperlich und emotional schwere Aufgabe. Jeder möchte gut versorgt sein, wenn es darauf ankommt.“

Teil der Familie

Deswegen sei es wichtig, dass die Pflege gut versorgt ist. „Darauf kommt es an, jetzt mehr denn je“, so Katja Poschmann, denn: „Pflegeeinrichtungen werden nicht selten ein Teil der Familie, wenn dort Angehörige betreut werden. Darum sind gute Arbeitsbedingungen und faire Entlohnung unabdingbar.“

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pflegeheimen war die besondere Herausforderung, den Bewohnern Mut zuzusprechen. Oft durften sie ihre Angehörigen nicht sehen – höchstens kurz vom Fenster aus. Das war gerade am Anfang der Corona-Krise schwierig. Später war Besuch wieder zugelassen – aber auch nur eingeschränkt.

In dieser Zeit wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pflegeheimen zum engen Gesprächspartner, berichtet Silke Monte, Sprecherin der Havelland Kliniken. Die Havelland Kliniken sind die Muttergesellschaft der Wohn- und Pflegezentrum Havelland GmbH. Und obwohl diese Zuwendung Zeit in Anspruch nahm, waren viele weitere Aufgaben in den Heimen zu erledigen.

Die Einschränkungen und Hygieneregeln wirken sich auch auf die Arbeit aus. Das berichten Mitarbeiterinnen von mobilen Pflegediensten. Vor und nach jedem Einsatz sind die Hände zu desinfizieren und die Schutzmaske ist zu tragen. Auch alle Schlüssel desinfizieren die mobilen Pflegerinnen und Pfleger.

Sowohl in den Heimen, als auch bei mobilen Diensten sind Tests zum Alltags-Procedere geworden.

Schwierige Nachwuchssuche

Die Corona-Krise habe deutlich gemacht, wie katastrophal die Situation in der Pflege ist. Das betonen Katja Poschmann und Sonja Eichwede. Der Personalmangel sei riesig und Nachwuchskräfte für diesen Beruf zu begeistern, schwierig. Das Arbeiten am Wochenende und an Feiertagen komme für viele junge Menschen nicht infrage. Deshalb müsse man den Pflegeberuf dringend auch für junge Menschen attraktiver machen.

Ausbildungsmöglichkeiten gibt es. Sowohl die Schule der Arbeiterwohlfahrt in Premnitz, als auch der Ausbildungsgang am OSZ Havelland sind für Schulabgänger interessant. Und nicht zuletzt die Havelland Kliniken bilden ebenfalls aus. Die Landtagsabgeordnete hat Zahlen: „Im Land Brandenburg leben über 132 000 pflegebedürftige Menschen. Das sind 5,3 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Zahl der Pflegebedürftigen wird sich in den nächsten Jahren aufgrund der angestiegenen Lebenserwartung und gleichzeitig sinkenden Geburtenrate weiter erhöhen.“

Darum sei der Pakt für Pflege auch im Havelland ein wichtiges Instrument. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen insbesondere im ländlichen Raum werden durch eine wohnortnahe Betreuung entlastet. Gerade im Westhavelland leben noch viele hoch betagte Menschen selbstständig in den eigenen vier Wänden – grundsätzlich eine gute Nachricht.

Wie wichtig es ist, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Pflegeheime Danke zu sagen, das hat nun auch der Rotary Club Havelland bei einem digitalen Treffen besprochen. Die Mitglieder treffen sich unter normalen Umständen mehrmals im Monat, dann wird auch gegessen. Das über die vergangenen zwei Jahre eingesparte Essengeld wollen die Rotarier spenden, indem sie Tageskarten für den Optikpark, verbunden mit einem Verzehrgutschein ausgeben.

Von Joachim Wilisch

 
 

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